Anleitungen

Mit der Zeit soll hier eine Sammlung von Anleitungen, Rezepten etc. entstehen. Es wäre nett, wenn ihr beim Sammeln helfen würdet. Wer etwas beisteuern möchte, schickt mir einfach eine Mail (natürlich wird der Name erwähnt).


Selbstgemachte Knabberstangen
Selbstgebauter Freisitz - neue Bilder!
Fenstergitter - neu!


Rezept für selbstgemachte Knabberstangen

Vorweg schicken muß ich, daß auch diese Knabberstangen nicht unbedingt "besser" als die im Handel erhältlichen sind, was ihre Fähigkeit zum Dickmachen angeht. Obwohl der Hauptbestandteil das gewohnte Futter ist, sollten diese Stangen nicht als Alleinfuttermittel gegeben werden, sondern nur gelegentlich.
Der Vorteil dieser Stangen ist allerdings, daß man genau weiß was drin ist.

Zutaten:
ein Ei
(Vollkorn-)Mehl
Honig
Körnermischung
eventuell Obst, Rosinen, Nüsse etc.
Pappröhre
Aufhänger

Ei, Mehl und Honig zu einer viskosen Masse verrühren und die Körnermischung (die ganz normale reicht aus) dazumischen. Die Dosierung ist jeweils unterschiedlich, am besten probiert man aus, wieviel man wovon braucht, damit es nicht zu flüssig ist. Wer mag, mischt kleine Obststückchen, Rosinen oder Nüsse dazu (Vorsicht bei Nüssen: wegen der Gefahr der Pilzsporen (besonders bei Erdnüssen) nur welche nehmen, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind oder besser ganz verzichten).

Die ganze Mischung füllt man dann in eine Pappröhre wie von Hauhalts- oder Toilettenpapier und steckt einen Aufhänger, z. B. ein Holzstäbchen, oben hinein. Große Rollen kann man halbieren, damit die Stangen nicht zu groß werden. Dann schiebt man sie für ca. 15 Minuten (dickeren Stangen brauchen länger!) bei 200 °C in den Backofen. Nach dem Backen auskühlen lassen. Die Papphülle kann man als Spielzeug und zur Beschäftigung drumlassen, doch da Stanleysittiche eher wenig nagen, kann man sie auch abmachen.
In einem Forum las ich auch den Vorschlag, den "Teig" auf Backpapier zu länglichen Gebilden zu formen und den Aufhänger hineinzudrücken. Einfach mal ausprobieren!

Nach diesem Rezept kann man natürlich nicht nur Stangen backen, sondern auch kleine Plätzchen oder fußgerechte Kügelchen, oder man kann einen Tannenzapfen damit verzieren, oder...
Noch ein Tip: die Stangen sollten nicht direkt neben die Sitzstangen gehängt werden, sondern ruhig eine Herausforderung darstellen, damit sich die Tiere anstrengen können. In ihrer Heimat kommen sie an die Rispen, Dolden, Ähren und Kolben ihrer natürlichen Nahrung auch nur heran, wenn sie all ihre artistischen Fähigkeiten nutzen. Zugleich dienen "gemein" aufgehängte Leckereien als Beschäftigung und sind damit gut gegen Langeweile.


Selbstgebauter Freisitz

Für meine Wellensittiche hatte ich einen Freisitz gebastelt, der unter der Decke hängt, denn für einen Kletterbaum außerhalb der Voliere hatte ich keinen Platz. Der Vorteil eines Freisitzes gegenüber einem Baum: Vögel sitzen gern hoch, und wenn man keine halbe Eiche bei sich aufstellt, ist ein normaler Kletterbaum normalerweise eher niedrig. Weiterhin hat man kein Platzproblem (man muß nur darauf achten, daß der Freisitz hoch genug hängt, sonst stößt man sich den Kopf).

Als erstes muß man eine Unterschale bauen. Ich nahm dazu eine rechteckige Holzplatte (ca. 4 mm dick, 40 cm breit, 60 cm lang) und leimte schmale Holzleisten an den Rand (Höhe ca. 4 cm). Zusätzlich schlug ich noch Nägel durch den Boden in die Leisten.

Dann nahm ich drei Äste und befestigte sie dreieckartig über der Schale, also zwei Äste parallel zueinander, den dritten mittig darüber. Man muß dabei natürlich darauf achten, daß die Äste nicht über den Rand hinausragen. Das Ausbalancieren ist auch etwas Fummelarbeit, man sollte sich die Zeit aber nehmen, sonst hängt das Teil am Ende krumm und schief da ;-)
Man sollte auch auf jeden Fall ältere, trockene Äste verwenden, nimmt man frische (weil man den Vögeln was zum Nagen bieten will), kann es passieren, daß sie beim Trocknen unterschiedlich an Gewicht verlieren und der Freisitz am Ende dann doch wieder schief hängt.
Die Äste hatte ich in meiner ersten Version mit Draht befestigt, um der Nagefreudigkeit der Tiere entgegenzuwirken, doch in der zweiten Version habe ich nur noch festen Faden verwendet. Es ist im Prinzip egal, was man nimmt, nur muß man halt die Schnäbel der Vögel berücksichtigen. Sonst hat man den ganzen Sitz eines Tages auf dem Kopf... Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dünnen Ketten aus dem Baumarkt gemacht, die gern auch mal beklettert werden. Dabei aber unbedingt darauf achten, daß die Ketten nicht verzinkt sind - Zink ist schon in sehr kleinen Mengen giftig und kann schnell zum Tode führen!

Es reicht aus, die Äste fest zu umwickeln bzw. die Seile gut zu verknoten. An der Schale kann man sie mit umgebogenen Nägeln oder besser mit Rundösen befestigen.
Es empfiehlt sich, die Schale nur mit Zeitungspapier auszulegen - Sand staubt sehr bei jedem Anflug. Die Äste kann man gestalten, wie man will (ich hatte immer ein Glöckchen dranhängen). Durch die Unterschale kann man auch leicht Futter (Zweige, Obst, Gemüse etc.) anbieten - was runterfällt, wird aufgefangen.

Bei späteren Versionen dieses Freisitzes (inzwischen habe ich den dritten) habe ich auf eine feste Unterschale verzichtet und nur ein Brett daruntergehängt, da ich kein loses Futter mehr dort anbiete. Für Kleckse reicht eine Platte allemal, die man auch leicht reinigen kann (alles in die Dusche und einmal kurz abspülen).


Bilder vom Freisitz (ein Klick öffnet ein größeres Bild im neuen Fenster):




Fenstervergitterung

Um meinen Vögeln ab und zu wenigstens frische Luft bieten zu können, habe ich eins meiner Fenster sicher vergittert. So kann ich den Flügel komplett öffnen, lüften und den "Geiern" einen Sitz an der Sonne erlauben, wenn es schon leider keine komplette Außenvoliere sein kann. Da ich hier zur Miete wohne, durfte ich weder Fensterrahmen noch Hauswand anbohren oder sonst beschädigen - wer im eigenen Haus wohnt, hat es da natürlich sehr viel einfacher :-)
Zuerst konstruierte ich einen Holzrahmen aus einfachen Dachlatten, die ich mit Flachwinkeln miteinander verband. Für die Wetterbeständigkeit sorgt ein doppelt aufgetragener ungiftiger Lack in ungefähr der Farbe des Fensterrahmens. Dann tackerte ich innen passendes Volierengitter auf den Rahmen, und da ich allergisch auf Mücken reagiere, brachte ich außen noch ein Fliegengitter aus Metall an (Metall deshalb, weil die Stanleys schon ab und zu versucht haben, das Gitter zu löchern, mit Plastik bestünde wenigstens die Gefahr von Löchern, schlimmstenfalls sogar die Gefahr des Verschluckens.
Die Hauptarbeit bestand dann allerdings darin, den fertigen Rahmen ans Fenster anzupassen (wie gesagt, ohne Fensterrahmen und Mauerwerk zu beschädigen...). Zuerst versuchte ich es wie Shirley, die sehr neue Plastikfensterrahmen hat, das ließ sich mit meinem älteren Holzrahmen leider nicht machen. Schließlich konnte ich mit Metallsteifen und den am Fenster fest angebrachten Metallhalterungen den Rahmen befestigen. Jetzt kann er nicht einmal von einem Menschen herausgedrückt werden und ist somit absolut vogelsicher. Durch die sehr flachen Latten läßt sich auch das Rollo noch problemlos darüber schließen.



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